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Gemeinsam mit meiner Mutter die Natur genießen

Biographie

Dass Marjolein die Natur liebt, spricht für sich. Glück bedeutet für Marjolein: ein Waldspaziergang, in den Dünen Vögel beobachten, ein Ausflug durchs Weideland oder am Strand Muscheln suchen. Für Marjolein sind gerade die kleinsten Details, die sie auf einem Spaziergang beobachtet, faszinierend. Die Tatsache, dass viele Menschen die kleinen Bilder in ihrer direkten Umgebung übersehen, ist für Marjolein eine wichtige Inspirationsquelle, um gerade diese Details zu zeichnen.
Marjolein ist vernarrt in das Kaninchen, das über den Muschelpfad auf Ameland hoppelt, in die Pimpinelle, die auf den schweizerischen Bergweiden wächst, in die Bachstelze, die ihre Jungen unter dem Strohdach füttert, und in den amerikanischen Waschbären, der nachts das Vogelhaus leer räubert. Diese Faszination für das kleine Stück Land um sie herum entwickelte sich schon, als sie noch sehr klein war. Im Garten ihrer Eltern John und Pia Uit den Bogaard in Loenen aan de Vecht lag Marjolein oft bäuchlings auf der Erde, um alles um sich herum aufzunehmen: das gelbe, fett glänzende Scharbockskraut an den Wassergräben, Entengrütze auf dem Wasser, durch das die Enten schwarze Furchen zogen, der Blumengarten, die Allee, die zum Flüsschen Vecht führte und von Apfel- und Birnbäumen gesäumt war. Marjolein hat schon sehr früh verstanden, dass stets mehr zu passieren scheint, wenn man nur ganz genau hinschaut.

Als Marjolein neun Jahre alt war, zog die Familie – inzwischen um die zweite Tochter Babette gewachsen – in die Veluwe. Ihr Vater, u.a. Autor der vielgeliebten „Swiebertje“-Kinderbücher, war zum Chefredakteur der Programmzeitschrift N.C.R.V.-Gids ernannt worden, und so eröffnete sich Marjolein eine gänzlich unbekannte Welt: andere Pflanzen, andere Vögel, andere Düfte, der trockene Sandboden – eine erneute Entdeckungsreise. Auf dem Boden sitzend sah sie ganz neue Bilder: schwarze Mistkäfer, die mühsam Kaninchenkötel in ihre Gänge schleppten, grüne Laufkäfer, die durch den pulvrigen Sand rannten, Eidechsen und Blindschleichen auf ihrer Jagd nach Insekten zwischen den Heidegewächsen.

Es ist offensichtlich, dass sich Marjolein schon immer zu allem hingezogen fühlte, was grünt und blüht, fliegt und kriecht. Diese Beziehung, gepaart mit dem Verlangen, alles mit anderen zu teilen, motivierte Marjolein, mit dem Zeichnen zu beginnen. Anfangs um ihrer Mutter zu zeigen, was sich alles in ihrem Garten abspielte, später um die gleiche Faszination mit Millionen von anderen Menschen zu teilen.

Nach dem Besuch der Academie voor Beeldende Kunst in Arnheim (wo sie ihren Mann Gaston kennenlernte) arbeitete Marjolein für verschiedene Werbeagenturen und Verlage. Dies war für Marjolein eine sehr anstrengende Phase, in der sie wenig Zeit hatte, die geliebte Natur in ihrer Umgebung zu zeichnen. 1974 begann Marjolein allerdings ihre Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Libelle. Diese gab ihr ab 1980 die Freiheit, ihre Naturverbundenheit in einer Rubrik zu verarbeiten, die inzwischen seit gut 30 Jahren Woche für Woche in der Zeitschrift erscheint. Jede Rubrik ist ein Einblick in Marjoleins Herz. Dabei versucht sie, den Menschen zu zeigen, was im Garten hinterm Haus so alles zu entdecken ist, wenn man sich nur die Zeit nimmt, genau hinzuschauen.

Seit Beginn der neunziger Jahre kann man auch in Amerika Marjoleins Zeichnungen ausgiebig bewundern. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen amerikanischen Firmen hat dafür gesorgt, dass sich wiederum eine gänzlich neue Welt für Marjolein eröffnete. Ebenso wie ihre Entdeckungsreisen in der Veluwe waren die Besuche in Amerika eine enorme Inspirationsquelle. Gewappnet mit ihrer grenzenlosen Begeisterung hat Marjolein die amerikanische Natur auf ihre unvergleichliche Art und Weise gezeichnet. Trotz der Tatsache, dass das Land so riesig ist, sucht Marjolein das Intime in ihrer unmittelbaren Umgebung. Sie zeigt, dass hinter den weiten amerikanischen Landschaften kleine Reichtümer verborgen sind, und genau die verdienen es, betrachtet zu werden. „Unbekannte Vögel, neue Blumen, fremde Schmetterlinge – ich musste wieder ganz von vorne anfangen, alles musste ich nachschlagen! Und jetzt will ich die Schönheit Amerikas wieder mit meinen niederländischen Freunden teilen, ebenso wie ich meinen amerikanischen Freunden zeige, wie schön die niederländische Natur ist.“

Ihre Leidenschaft für Naturschauspiele ist von einem so universellen Charakter, dass sie Menschen auf der ganzen Welt begeistert. Marjoleins Arbeiten sind inzwischen auf Karten, Kalendern, Tischgeschirr, Bettbezügen, Geschenkartikeln und vielen anderen Produkten zu finden. Für Marjolein bleibt aber vor allem eins wichtig: dass sie jeden Tag an ihrem Schreibtisch die wunderbare Welt um sich herum zeichnen darf.

 

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